Über Nestpuls
Wofür Nestpuls da ist
Nestpuls achtet unauffällig darauf, ob im Alltag der betreuten Person alles so läuft wie gewohnt – ohne Knopf, den man drücken muss, ohne Uhr am Handgelenk, ohne Kamera und ohne Mikrofon. Sensoren in den Räumen melden nur „hier war Bewegung“, „Tür auf/zu“ oder „Wasserkocher an“. Daraus lernt die Box, was für jeden Raum und jede Tageszeit normal ist, und meldet sich bei Ihnen, wenn etwas Erwartetes ausbleibt – zum Beispiel morgens keine Bewegung im Bad.
Das Ziel: Angehörige können beruhigter sein, und die betreute Person behält ihre Selbstständigkeit und ihre Privatsphäre.
Was Nestpuls nicht ist
- Kein Hausnotruf. Es gibt keine Notrufzentrale, die rund um die Uhr reagiert. Nestpuls ist eine Ergänzung zum Hausnotruf, kein Ersatz.
- Keine Sturzerkennung. Ein Sturz fällt nur indirekt auf – wenn danach erwartete Bewegung ausbleibt. Das kann je nach Tageszeit eine Weile dauern.
- Keine Kamera, kein Mikrofon, kein Ortungsgerät. Nestpuls weiß nicht, was jemand tut – nur, dass sich etwas bewegt.
- Keine Alarmanlage. Bewegung bedeutet für Nestpuls „alles normal“, nicht „Einbruch“.
- Keine medizinische Überwachung. Keine Vitalwerte, keine Diagnosen.
Wo Ihre Daten bleiben
- Alles wird hier auf der Box gespeichert und ausgewertet – nicht in einer Cloud.
- Nach außen gehen nur die Benachrichtigungen an Ihre Kontakte (über die Dienste, die Sie eingetragen haben).
- Freiwillig und nur, wenn der Verwalter es einschaltet: die Ampelfarbe an den Status-Dienst (für Angehörige unterwegs, anonym) und der technische Zustand an einen Checkmk-Server.
- Die Datensicherung ist mit Ihrem Passwort verschlüsselt.
Wer was sieht
- Sie als Verwalter sehen alles: Räume, Sensoren, Verlauf, Kalender, Einstellungen.
- Status-Zugänge (Angehörige, Nachbarn, Pflegekräfte) sehen nur die Ampel – und nur das, was Sie ihnen zusätzlich freigeben (Pausengrund, letzte Aktivität, Name). Den Verlauf, die Räume und die Uhrzeiten sehen sie nicht.
- Abwesenheiten, die ein Status-Zugang einträgt, sieht nur er selbst und Sie.
Was Sie beachten sollten
- Die Box braucht Strom und für Benachrichtigungen Internet. Fällt das Internet aus, sammelt sie die Nachrichten und schickt sie, sobald es wieder da ist; mit einem SMS-Modem auch sofort. Fällt der Strom aus, merkt das nur ein externer Wächter (Heartbeat-URL oder „Status über das Internet“).
- Sensoren brauchen Batterien. Nestpuls warnt rechtzeitig und sagt, welche Batterie fehlt.
- In den ersten Tagen lernt Nestpuls, was normal ist – Meldungen sind in dieser Zeit vorsichtiger.
- Sprechen Sie mit der betreuten Person über Nestpuls. Überwachung ohne Wissen und Einverständnis ist nicht in Ordnung – und meist auch nicht erlaubt.